Sich jetzt wohlfühlen…

Es gibt die warme Zeit des Jahres, die ab März, April ihre Fühler ausstreckt und dafür sorgt, dass Jacken und Stiefel im Kasten verschwinden und die ersten zaghaften Sonnenstrahlen winterbleiche Haut streicheln dürfen… und es gibt die kalte Jahreszeit. Die, die sich irgendwann im Herbst einschleicht, mit immer kälter werdenden Abenden, rauen Winden, trüben Tagen. Wenn Mützen und Mäntel wieder… Weiterlesen →

Vom Festhalten des Augenblicks

„Himmel – das ist das Glück, weil es den Augenblick vergoldet. Hölle – ist auch das Glück, weil es nur einen Augenblick lang währt“, schreibt Andrea Sailer. Lässt ein Augenblick sich festhalten? Und ist das denn wünschenswert? „Verweile doch, du bist so schön…“ Wenn es Mephistopheles gelingt, den wissbegierigen Faust dazu zu bringen, nicht mehr weiter zu streben, vom Augenblick… Weiterlesen →

Vom unbegrenzten Funktionieren müssen

Wer gerade einen Kummer durchlebt, einen großen Verlust erleiden musste oder von einer Flut negativer Ereignisse überrollt wurde, weiß was ich meine: Wir können nicht immer funktionieren. Immer weitermachen, als wäre nichts geschehen. Manchmal ist der Schmerz zu groß, die Verzweiflung steckt als wilder Schrei im Hals und der Alltag scheint unbewältigbar. Während in manch anderen Kulturen noch ausreichend Platz… Weiterlesen →

Altern heißt wissen, was ich will…

Altern heißt Dinge sehen, die es einmal gab, nun nicht mehr gibt. Das alte Haus, das einst hier stand. Die Wiese, blumenbuntgesprenkelt, mit Schmetterlingen und der scheckigen Nachbarskatze, die hindurchschlich. Heute ein Betonbau in schlichtem Grau. Die alte Eiche, Inbegriff von Unendlichkeit, im Vorjahr vom Blitz gespalten. Abgetragen. Unscheinbare kleine Fichtenbäumchen heute. Dinge sehen, die es einmal gab. Dafür vieles… Weiterlesen →

Der schöne Mann

Wie sagte schon die selige Tante Jolesch (*): „Was ein Mann schöner is wie ein Aff, is ein Luxus!“ Und sie sprach gewiss aus langjähriger Lebenserfahrung, der man auch heute noch Gültigkeit beimessen sollte. Aber nichts, die Männerwelt hat den Schönheits- Kosmetik- Perfektionswahn entdeckt. Oder umgekehrt: die Kosmetikindustrie hat die Männerwelt entdeckt! Und seither wird unermüdlich suggeriert: was ein echter… Weiterlesen →

Doktor X oder wie ich lernte die Ärzte zu lieben

Okay, ja, ich gebe es zu, ich meide Ärzte wie der Vampir den Knoblauch. Und wie mein Mann mich, wenn ich Knoblauch gegessen habe – vorsichtshalber. Wann immer ich einen sehe, einen Arzt, wechsle ich die Straßenseite. Woran ich sie erkenne ? Das spüre ich instinktiv. Sobald im Vorbeigehen eine Ordination oder Praxis mit Dr. Sowieso auftaucht, mache ich mich… Weiterlesen →

Die Laufschuhe, mein Schweinehund und ich

Sie kennen ihn, den Schweinehund? Nicht meinen, den Ihrigen! Den inneren, den hauseigenen sozusagen. Lieblingshaustier der meisten Menschen. Jeder hat einen. Er ist bekannt bei alt und jung. Einstmals in freier Wildbahn sein Unwesen treibend, lebt er jetzt bequem in unser aller Haushalte – uns nicht mehr von der Seite weichend. Und übernimmt allmählich das Regime. Er ist verantwortlich dafür,… Weiterlesen →

Trennung

Ich habe mich heute von meinem langjährigen Lebensabschnittspartner getrennt. Kurz und schmerzlos. Und ich fühle mich: Befreit. Erleichtert. Obwohl: ich habe ja fast mein ganzes Leben mit ihm verbracht. Das soll natürlich schon gewürdigt werden. Anfangs war es ja auch toll, eigentlich über viele Jahre hinweg. Anfangs war da die Freude auf ihn, die Neugier. Ich wollte alles entdecken, kennen… Weiterlesen →