About FRIDO – aus dem Leben eines Katers, 2013

Geschafft…
4. Januar 2013

Kein guter Tag für FRIDI heute… wir mussten zum Tierarzt Pickerl machen… FRIDI hat den Braten schon gerochen und sich den lieben langen Vormittag lang hinter der Couch versteckt… er wollte heute offensichtlich keinen Ausflug machen… mit Müh und Not hab ich ihn schließlich ausgetrickst, gepackt und nach einem längeren heftigen und sehr unlustigen Zweikampf in den Katzentransporter gezwängt… das nimmt er mir bis jetzt noch übel… der Arztbesuch war schnell überstanden und FRIDO brav wie ein Lämmchen… aber seit wir wieder daheim sind geht er mir vorsorglich aus dem Weg und mustert mich nur aus der Ferne mit (sehr!) unfreundlichem Blick… ach ja…

 

… Hatschi…Gesundheit!
21. Januar 2013

FRIDO zeigt sich solidarisch: Ich lag eine Woche krank im Bett, FRIDO lag (obwohl nicht krank) ebenso bewegungsunwillig auf der Couch. Jetzt geht es uns beiden wieder besser – ich laufe bereits herum und FRIDI wirkt auch schon aktiver. So hat er heute – mein stillschweigendes Einverständnis vorausgesetzt, aber doch wohlweislich hinter meinem Rücken – den Lachs aus der Bratpfanne am Herd gefischt. Der war zwar ausschließlich für mich gedacht, aber FRIDI meinte wohl, nachdem er so lange mit mir krank spielen mußte, werde ihm doch so ein bißchen Lachs vergönnt sein. So haben wir uns denn mein Mittagessen solidarisch geteilt, FRIDI das meiste und ich auch ein wenig. Na dann, Prost Mahlzeit!

 

Bettgeschichten
26. Januar 2013

Des Vormittags geruht king FRIDO regelmäßig mein Bett aufzusuchen, um dort sein Schläfchen zu absolvieren… aber nur und erst, wenn das Bett auch fein säuberlich gemacht ist… dann hält er ebendort seine Vormittagssiesta… ins ungemachte Bett dagegen legt der king sich nicht… da bleibt er lieber auf der Couch… und wartet auf bessere Zeiten…

 

Tango-FRID
24. Februar 2013

FRIDO ist ja durchaus gutmütig, aber jetzt hat er sich doch einmal kräftig beschwert… “Keiner kümmert sich um mich! Ich werde sträflichst vernachlässigt! Alles, was ich ständig höre und sehe ist immer nur Tango, Tango, Tango… interessiert mich nicht die Bohne!” Tja, also, was soll ich sagen? Hat ja irgendwie recht, der Kleine… war schon sehr beschäftigt mit meiner neuen Tango-Homepage… aber jetzt ist sie fertig und ich kann mich wieder voll und ganz um kleine schwarze Kater kümmern… komm, FRIDI, komm, hier gibt´s Leckerlis…

 

Frido und die Zeitung
6. April 2013

Lese FRIDO, dem Kater, heute aus der Kleinen Zeitung vor: “Die Steuer-Räuberlager sind keine Paradiese”, den genialen Leitartikel von Frido (sic!) Hütter. Es sind nicht immer nur die Kleinen, die Armen, die Bedürftigen, denen gerne Sozialschmarotzertum unterstellt wird, weil sie (sicher nicht zur Recht, wie wir gerne spekulieren) Arbeitslose oder Sozialhilfe kassieren und mal schwarz arbeiten gehen… nein, die wirklich großen Schmarotzer und Parasiten sind in Wahrheit jene Steuerflüchtlinge, die ihr ohnehin riesiges Vermögen unauffällig ins Ausland transportieren und dem Staat fette Summen vorenthalten. Unsere Gesellschaft lebt vom Prinzip der Solidarität – jeder gibt seinen Teil und jeder profitiert irgendwie… “Aber wenn man von Steueroasen und -paradiesen spricht, ist das eine grobe Verzerrung. Das sind Räuberlager, Camps für Parasiten und Sozialschmarotzer, die die Gesellschaft, an der sie verdienen, aushöhlen…” Danke Frido Hütter für die klaren Worte… und lieben Gruß vom Namenskollegen… der sich dem Gesagten nur anschließen kann.

 

Überraschung!
9. April 2013

Was ist denn das??? Unbekanntes Objekt am Himmel! Blendende Helligkeit! Wärme auf der Haut, auf dem Fell! Kläre FRIDI auf: Es war einmal… eine Zeit, da gab es so etwas wie Frühling bei uns im Land… lange her… mittlerweile fast unbekannt… da schien eine Sonne vom Himmel, der sattblau glänzte, das Gras wuchs saftig und grün und die Luft war prickelnd und lau… und plötzlich, siehe da: heute ist es wieder soweit: Ein Tag voller Sonnenschein, der uns an gute alte Zeiten erinnert… FRIDI sitzt am Fensterbrett und lässt seinen schwarzen Pelz im Licht funkeln… und die halbe Menschheit zieht es hinaus… sie wandern entzückt die Gehsteige entlang, das Gesicht der Sonne entgegengereckt… und tschüss!