Die einen und die anderen

Es gibt es solche, die gerne um die Welt jetten – sie fühlen sich jetzt ihrer Freiheit beraubt.

Und die anderen, die sich dort wohlfühlen, wo sie gerade sind – für sie macht es keinen großen Unterschied.

 

Es gibt es solche, die ständig unter Menschen sind, immer mit anderen – sie fühlen sich jetzt vielleicht einsam, verloren.

Und die anderen, die immer schon gerne allein waren – sie kommen auch jetzt gut zurecht.

 

Es gibt solche, die kaufen müssen, immer mehr und mehr, auch wenn sie schon lange nichts mehr brauchen – ihnen fehlt dieser Zeitvertreib.

Und die anderen, die schon lange genug hatten – sie brauchen auch jetzt nicht mehr.

 

Dann gibt es die Lauten, denen es nicht lärmend genug sein kann – für sie ist die Stille zur Zeit unerträglich.

Und die anderen, die Leisen, die aufblühen jetzt – endlich werden auch sie gehört und können lauschen.

 

Es gibt solche, die nach unaufhörlichem Wirtschaftswachstum und schneller, besser, höher schreien – sie sind vom aktuellen Stillstand entsetzt.

Und es gibt solche, die das Einfache, Schlichte und Kleine lieben – sie staunen, was jetzt in Bewegung kommt.

 

Es gibt solche, die dauernd Action brauchen, immer was zu tun – so manchen fällt jetzt die Decke auf den Kopf.

Und die anderen, die gerne abschalten und die Leerläufe genießen – sie dürfen nun auch mal nichts tun.

 

Es gibt solche, die gerne jammern und klagen, ihr Elend besingen – sie haben jetzt viel zu tun.

Und die anderen, die einfach das Beste daraus machen – sie suchen wie immer nach Lösungen.

 

Es gibt solche, die hauptsächlich schimpfen und kritisieren – sie finden in jeder Suppe ein Haar.

Und die anderen, die einfach anpacken und helfen.

 

Es gibt solche und solche.