Jänner

Es ist Jänner. Winter. Lockdown. Die Welt draußen scheint stillgelegt. Geschäfte haben geschlossen. Lokale, Cafés ebenso. Kein Ort um sich zu treffen. Kein gemütliches Plaudern, zusammensitzen. 

Bei manchen geht der Alltag drinnen weiter, manchmal wilder, hektischer, chaotischer als je zuvor. Manchmal stiller, ruhiger, fast lahmgelegt, einsam.

Mein Alltag ist ruhig. Ich mache meine Arbeit. Nehme mir viel Zeit zum Spazierengehen. Zum Yoga machen. Lesen. Ausgiebig frühstücken. Nachdenken. Nachspüren. 

Das letzte Jahr war anstrengend. Mühsam. Voller Überraschungen. Vieles ist anders gelaufen als geplant, gehofft. Das fällt mir der schöne Spruch ein (ich glaube, er stammt von John Lennon): „Leben ist das, was passiert, während du eifrig dabei bist andere Pläne zu machen“.  Ja, das trifft es gut. Mein Leben hat sich in andere Richtungen entwickelt als gedacht. Viel Neues ist dazugekommen, aber auch viele Abschiede, viel Loslassen-müssen.

Jetzt ist ein neues Jahr. Neubeginn. Noch ist Winter, noch ist nicht absehbar, wie sich die nächsten Wochen und Monate entwickeln. Eine weltumspannende Pandemie hält uns zurück, hält uns in unseren Häusern und Wohnungen fest. Wir sollen auf Abstand gehen. Dabei bräuchten wir gerade jetzt so viel mehr Nähe und Geborgenheit.

Ich versuche mit Hoffnung und Vertrauen meinen Weg weiter zu gehen. Ich achte darauf, was ich mir zumute, was ich lesen, hören, sehen, tun möchte. Und ich will Freude und Leichtigkeit in mein Leben einladen. 

Möge sich alles zum Guten wenden.