Flaneur

und seither spazierst du
durch meine gedanken
schlenderst herum
und hältst mich
vom schlafen ab
verschwindest allmählich
verblasst in der ferne
und lachst mich dann
ganz unvermutet
durchs fenster an
spazierst durch mein leben
kommst näher
gehst weg
streifst meine finger
streifst durch mein haar
flanierst durch die
zeilen und saugst dich fest
fast unbemerkt
auf meiner haut
in meinem blick
da spür ich dich
paß auf:
ich gewöhn mich noch daran

 

(Veröffentlicht: „Die Feder“, 2014)