Mein Buchprojekt

Ich habe immer schon viel geschrieben. Texte, die zum Teil in verschiedenen Printmedien, in Literaturzeitschriften, Anthologien, im Internet oder als Buchbeiträge erschienen sind (Leseproben zuhauf finden sich hier). Noch nie aber habe ich ein ganz eigenes Buch veröffentlicht. Warum? Weil mir die Zeit fehlt, so die erste, schnell hingeworfene Antwort. Weil ich keine Ahnung habe, wie ich das angehe, so die zweite, etwas überlegtere Antwort. Und schließlich (ein wenig die Kombination von beiden): weil das für mich ein unüberschaubares Mamutprojekt ist, bei dem ich nicht weiß, wie und wann und wo und überhaupt ich den ersten und den 7.999sten Schritt setzen sollte. Allein der Gedanke daran überfordert mich.

Das schaff ich nie!

So lautet der erste Grundsatz meiner gut sortierten Sammlung an lebensechten, über die Jahre stetig gewachsenen und sorgsam gehegten und verfestigten Glaubenssätzen.

Das soll jetzt anders werden! Ich möchte endlich mein erstes eigenes Buch in Händen halten. Ich habe im Laufe der Zeit neben Gedichten, Miniaturen und sonstigem Textkram rund 15-20 fix und fertige Kurzgeschichten angesammelt (und dazu wahrscheinlich noch einmal 20-30 Entwürfe für Erzählungen aller Art). Der erste Band soll also ein Band mit Kurzgeschichten werden.

So stelle ich mir das vor.

Wie ich das erreiche? Wie gesagt – null praktische Erfahrung, kein Hintergrundwissen, keine Ahnung!!!

Aber: Ich möchte mich auf den Weg machen! Es gibt schließlich doch einige andere vor mir, die das bereits geschafft haben :). Also, Salamitaktik: ein Mini-Schrittchen nach dem anderen. Mein Plan: Ich werde mir jeweils einen Tag im Monat frei nehmen. An diesem Tag werde ich jeweils einen Verlag suchen, der mir passend erscheint (das ist überschaubar, sogar für mich). Ich werde recherchieren, wie dort jeweils Manuskripte angenommen werden wollen und dann ein Exposé (was ist das schon wieder?) verfassen und einreichen.

Das sind in 1 Jahr immerhin 12 Verlage, die ich dann angeschrieben haben werde!!!

Ich weiß, das ist nicht gerade die Welt. Und man weiß ja, dass manche Autoren 20, 30, 50 Verlage anschreiben und nichts außer Absagen kassieren. Soll ich mich davon abhalten lassen?

Nein!

Wer nicht probiert, wer nicht riskiert, kann auch nicht weiterkommen. Ich möchte mich in Bewegung setzen, einmal losgehen und schauen, was passiert. Am Ende des nächsten Jahres werde ich mehr wissen. Und dann kann ich überlegen, ob und wie ich dann weitermachen möchte.

Gelegentlich werde ich über mein Projekt hier berichten. Wie es mir dabei ergeht, ob es Rückmeldungen gibt und welcher Art diese sind (und ob sie zu überleben sind).

Achtung – ein weiteres Vorhaben, allerdings ein wenig unspezifischer: parallel dazu möchte ich nämlich jede/n, der mir unter die Finger kommt und jemals ein Buch geschrieben hat, befragen, wie er/sie das geschafft hat. Was es für Tipps gibt, Anregungen, wichtige Hinweise, Warnungen. Nicht wundern deshalb, wenn ich in den nächsten Monaten immer mit einem ausführlichen Fragenkatalog auftauche… es ist für einen guten Zweck! Mein erstes Buch nämlich.

In diesem Jahr heißt das für mich nun: noch das ganze Material (also alle Kurzgeschichten) zusammentragen, fertigstellen und weiter daran schleifen und feilen.

MIt Beginn 2019 starte ich mein Projekt. Und werde mir im Jänner den ersten Verlag suchen.

Also bitte: Daumen drücken und alles Gute wünschen!

 

(Foto: mit Dank an pixabay)