Warum ich blogge

Warum ich blogge? Ehrlich gesagt: ich weiß es nicht. Genauer gesagt: Ich weiß es nicht genau. Es ist derweil für mich noch eine große Spielwiese, ein Herantasten an Themen, an Möglichkeiten. Ein Ausprobieren, experimentieren. Manchmal noch ein wenig zögerlich, ängstlich, manchmal voller Lust und Freude.

SAM_0704Vor ca. 1-2 Jahren bin ich über einzelne Blogs gestolpert, die mich fasziniert haben. Die ich immer wieder gelesen, abonniert habe. Die sehr persönliche Sichtweise, das Erzählen aus dem eigenen Leben, das Teilhaben lassen an eigenen Gedanken, Überlegungen, Ängsten und deren Überwindung – das hat mich fasziniert. Immer schon. Ich wollte immer wissen, was andere Menschen denken. Warum sie so handeln, wie sie handeln. Was ihre Beweggründe sind. Wie sie mit Schwierigkeiten, „schweren“ Themen umgehen, wie Krisen gemeistert, Lebensveränderungen angegangen, Großartiges auf die Beine gestellt wird. Wie Menschen sich entwickeln.

Und all das fand ich in den Blogs. Nicht in Romanen oder Dokumentationen. Keine Stars- und Sternchen-Reports. Sondern ganz persönliche, eigene, individuelle Geschichten. Von ganz normalen Menschen. Hier werden Tipps gegeben, Hintergründe erläutert, Rezepte ausgetauscht, Ideen publik gemacht, das Alltägliche zum Besonderen erklärt. Blogs sind Zeitdokumente. Persönliche Logbücher.

Und es ist das Alltägliche, die ganz persönliche Entwicklung, die Beschäftigung mit Themen, die uns alle angehen – leben, lieben, glücklichsein, die Welt verändern, sich selbst verändern usw. – die ich so spannend finde.

SAM_0710 Ich kann/darf über die Blogs teilhaben an fremden Leben. Ich kann mich inspirieren, motivieren lassen. Neue Ideen aufgreifen. Ich erfahre, was es sonst noch so gibt auf dieser Welt. Es erschließen sich mir Welten, von denen ich zuvor nichts ahnte. Lebensstile, Lebensweisen. Lebenswelten.

Das digitale Nomadentum beispielsweise. Menschen, die ohne festen Wohnsitz durch die Welt ziehen. Und uns online daran teilhaben lassen (zb: Carina mit Pink compass oder Conni mit Planet Backpack) – unglaublich für mich, reizvoll, bewundernswert. Mein Hang zum Entrümpeln, Ballast abwerfen, sich dem Einfachen, dem Essentiellen nähern, findet plötzlich einen Namen, da sind viele, die ähnlich denken, noch viel radikaler leben in ihrem Minimalismus…

Und so haben mich die Blogs allmählich in ihren Bann gezogen. Ich habe im Vorjahr das Blog Camp von Conni & Sebastian gestartet, über das ich zufällig gestolpert bin… ein Online Kurs mit vielen Tipps und Ideen zum selber bloggen.

Ich will keine Profi Bloggerin werden, ich will nicht davon leben (müssen)… aber ich schreibe gerne, ich bin neugierig und es gibt viele Themen, die mich beschäftigen. Darüber will ich schreiben. Ich arbeite mein halbes Leben schon teilweise, mal mehr, mal weniger auch im schreibenden Bereich –  als freie Journalistin, Texterin – dies hier ist nun eine neue Möglichkeit, meine Texte rauszulassen… unabhängig von Redakteuren und Medienmachern, die Texte oft kürzen, umschreiben, liegen lassen, vergessen bis hin zu grausam verstümmeln. Hier darf ich selbst entscheiden.

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Ich weiß noch nicht, wie sich meine Blogseite entwickeln wird… ich experimentiere einfach weiter… mit Themen, mit Möglichkeiten, mit Ideen…

… mal sehen, was daraus wird…

 

P.s.: Meine Lieblingsblogs habe ich hier aufgelistet.

 

Zur Erklärung, laut Wikipedia (Mai 2015): „Der oder das Blog… ist ein auf einer Website geführtes und damit meist öffentlich einsehbares Tagebuch oder Journal, in dem mindestens eine Person, der Blogger, Aufzeichnungen führt, Sachverhalte protokolliert („postet“) oder Gedanken niederschreibt… Der Blogger ist Hauptverfasser des Inhalts, und häufig sind die Beiträge aus der Ich-Perspektive geschrieben. Das Blog bildet ein Medium zur Darstellung von Aspekten des eigenen Lebens und von Meinungen zu spezifischen Themen, je nach Professionalität bis in die Nähe einer Internet-Zeitung…“